Beisetzung Paula Updarp am 9. März 2026

Am 26. Februar verstarb Paula Updarp, einige von uns hatten sie gar nicht gekannt, andere vielleicht nur von unseren Adventsfeiern der letzten Jahre, zu denen wir die verwitweten Frauen unserer verstorbenen Sänger einladen. Willi Updarp hatte nahezu 20 Jahre bei uns im 2. Tenor mit großer Freude gesungen. Solange es eben ging, nahm er aktiv an den Chorproben und den Auftritten teil, auch noch, als seine Krankheit ihn an den Rollstuhl gefesselt hatte. Leider verschonte die fortschreitende körperliche Lähmung auch seine Stimme nicht. Aber nach den Proben zum Stammtisch kommen ging noch einige Monate, dann saß er bei uns in seinem elektrischen Rollstuhl, trank ein Radler und freute sich, im Kreis der Sangesbrüder sein zu können. 2017 ging auch das nicht mehr, aber er bekam noch regelmäßig unsere Terminpläne und fast genau so regelmäßig kam er zu den Auftritten, vor allem in den Kirchen. Am 15. Mai 2020 verstarb unser Chorfreund Willi.
In seiner Beisetzungsfeier erzählte Sr. Jacinta Kitonyi, die Willi in den letzten Monaten seines Lebens seelsorglich begleitet hatte, aus seinem Leben: „Willi hat gern gesungen. Sehr häufig hat er von den Auftritten seines Chores erzählt. Selbst als er krankheitsbedingt nicht mehr aktiv mitsingen könnte, was ihn sehr schmerzte, verfolgte er das Jahresprogramm mit Interesse. Er informierte sich vorher und nachher, er hat mitgefiebert. So war es zum Beispiel letztes Jahr, als sein KAB-Chor den Kevelaer-Gottesdienst musikalisch mitgestaltet hat [15.09.219]. Mit Begeisterung erzählte er mir von dem schönen Gesang, obwohl er wusste, dass ich selbst vor Ort war. Seine Zugehörigkeit zu diesem Chor, so hatte ich den Eindruck, erfüllte ihn nicht nur mit Freude, sondern auch mit Stolz - Gefühle, die er nicht verbergen könnte. Das war ein Stück Heimat für ihn, seine Stimme in den Lobpreis Gottes einzusetzen.“ Bei der Beisetzungsfeier konnte – koronabedingt – nur eine kleine Gruppe vierstimmig singen.

Bei Paulas Beisetzung war das anders, die Familie fragte, ob wir auch diesen Gottesdienst musikalisch begleiten könnten, diesmal hatten – trotz der Kürze der Zeit – 20 Sänger die Möglichkeit, Paula auf dem letzten Weg zu begleiten. Wieder zelebrierte, wie bei Willi, Pfr. em Lehmbrock. Theresia, die den Ministranten-, Vorbeter- und Kommunionhelferdienst übernommen hatte, las aus dem Buch Kohelet die Passage von der Zeit: „Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: … zum Pflanzen und … zum Ernten, … zum Heilen, … zum Bauen, … zum Trauern, … zum Tanzen, … zum Umarmen, … zum Lösen …" Der Pfarrer verlas aus dem Johannesevangelium von den vielen Wohnungen im Hause des Vaters: „Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit ihr auch da seid, wo ich bin.“
Darauf bezog sich auch die Predigt und auf das erste Lied der Gemeinde: „Wir sind nur Gast auf Erden“. Wir sangen nach der Lesung „In Gottes Hand leg ich mein ganzes Leben“, nach dem Evangelium „Herr, auf den ich schaue“ und später „Ich bete an die Macht der Liebe“. Auf Wunsch der Familie sang Monika „So nimm den meine Hände“ und beim Auszug „Mögen Engel dich begleiten“.

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