Ein toller Nachmittag im AZURIT am 22. Juli

Im Vorfeld gab´s Probleme: Jeder „Besucher“ musste einen frischen Negativ-Test vorweisen können. Unklar war, ob die Sänger den Test selbst finanzieren müssten, vorsichtshalber holte Herbert genügend Formulare, auf denen bestätigt wurde, dass die zu testende Person „zu Besuch“ ins Pflegeheim gehen wollte. Einige Teststellen wollten dieses Formular gar nicht sehen, die Testergebnisse aber wurden im Seniorenheim sehr genau kontrolliert. Die Temperatur weit über 30 Grad veranlasste uns schnell, die Chorjacken beiseite zu legen.
Nach kurzem Einsingen „ging dann die Post ab“. Wir kamen „von nah und fern“ zusammen um zu singen von der „Lebensfreude“, von der „Launigen Forelle“ und der „Nachtforelle“, vom kleinen Schiffchen an der dalmatinischen Küste, sturmgestählten Matrosen und dem Besteigen der Sierra Madre, vom unruhigen Wanderer, der „Heute hier, morgen dort“ ist und von der Liebe, die der Welt geschenkt ist. Mit dem Lob übers Bier schlossen wir den ersten Teil und nahmen gern ein kaltes Getränk zu uns.
„Sei glücklich heut“, forderten die Sänger dann die Bewohner des Hause auf, „Liebe das Leben“ und sangen von der jungen Hirtin, der „Pastorella“, auch „Die Rose“ wurde bewundert, ein „Lied der Berge“, Weinlieder vom Rhein und „Der Bajazzo“ rundeten den emotionalen, stimmungsvollen, schönen, anrührenden und (für Dirigentin und Sänger) anstrengenden Nachmittag ab. Ein Sänger soll sogar gestöhnt haben: „Jetzt kann man mich zum Trocknen auf die Leine hängen.“
Viele Bewohner*innen, so hatte man den Eindruck, aber auch die Pfleger*innen, die Dirigentin und die 20 Sänger waren sehr zufrieden.
Fotos: Ludger Nienhaus

Zurück