Georg Terwege beigesetzt am 21. Januar 2022

Es war eine sehr emotionale Trauerfeier in der neuen Trauerhalle des Bocholter Friedhofs.

Vorn auf einer Staffelei ein Bild in hellen Farben, viel Sonnengelb, lebensbejahend, Freude ausdrückend, nahezu 1x1m groß, von Georg auf Leinwand gemalt. Zu beiden Seiten Georg: Links ein Foto des Verstorbenen, gerahmt von einem weiteren Stück Malerleinwand, auf einer kleineren Staffelei, rechts die Urne mit seiner Asche. Hinter dem Foto die Osterkerze, die ihm das Leben nach dem Tod verheißt. Leise, getragene Musik, live auf der Altflöte gespielt von einer Dame, die sich später als Trauerrednerin erweist. Sie lässt Teile aus Georgs Leben Revue passieren, andere wichtige Ereignisse werden durch Lautsprecher übermittelt. Diese ganz persönliche Botschaft wird gesprochen von Georgs Tochter Britta, die vom sehr herzlichen Umgang des Vaters mit seinen Kindern plaudert. Sie selbst kann wegen einer Corona-Quarantäne nicht beim Abschied von ihrem Vater dabei sein, erzählt mit vielen freundlichen Worten aus dem Leben der Familie, von Georgs Liebe zur Kunst, zur Malerei und zur Musik. Georg hat viele Jahre in einem Chor gesungen, die letzten zwei Jahre im KAB Männerchor.
Er kam zu uns im Januar 2020, kurz vor dem Corona-Ausbruch. Während der Lockdowns beteiligte er sich vielfältig an den sehr eingeschränkten Möglichkeiten. Monika hatte einen Crashkurs in WhattsApp ersonnen, später Atem- und Stimmübungen, alle nutzte er eifrig. Später hielt Monika mit uns Chorproben am Telefon ab und verschickte viele Übe-Dateien, die er sehr liebte. Manche schickte er begeistert in der Familie weiter, weil er da mitgesungen hatte. Noch in seinen letzten Tagen hörte er mit großer Freude solche Übe-Dateien, so versicherte es seine Frau Elvi.
Ließ schon die Pandemie nicht regelmäßige Chorproben zu, so hinderte ihn seine Krankheit manches Mal zusätzlich an einer Teilnahme. Krankheitsbedingt konnte er sich nicht mehr so gut aufrichten und ging nach vorn gebeugt, fuhr aber noch lange mit dem Fahrrad nach Rhede zur Chorprobe. Gesehen haben ihn viele von uns zum letzten Mal beim Ständchen in Holtschlags Garten im September 2021. Seine körperlichen Beschwerden waren sicher auch Ursache für seinen Sturz im eigenen Haus, der zu vielen Knochenbrüchen und letztlich sicher auch zum Tod führte, am 7. Dezember 2021, fünf Wochen vor seinem 80. Geburtstag.
Die kleine Gruppe vom Männerchor vernahm mit Freude, dass Georg sich bei uns sehr wohl gefühlt hatte, der bei uns herrschende freundschaftliche und herzliche Umgangston gefiel ihm sehr gut.
Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Zurück