Inge und Karl Bußkamp feiern Eiserne Hochzeit

Vor fünf Jahren, zum 60. Hochzeitstag, hatten wir bei Ehepaar Bußkamp in der Herz-Jesu-Kirche gesungen, natürlich damals der ganze Männerchor, abwechselnd mit dem Kirchenchor Herz Jesu.
Das eigentlich auch vorgesehene Ständchen musste 2016 leider ausfallen, eine Krankheit kam dazwischen. Schön, dass es diesmal gesundheitlich besser klappte, obwohl ja beide noch wieder fünf Jahre älter geworden waren.

Dazu schreibt Herbert:
65 Jahre verheiratet zu sein, liebe Inge und lieber Karl, das ist schon was!
Da dürfen sich schon mal zwei gestandene Chöre mit ihrer Chorleiterin auf den Weg machen zu Euch auf die Paul Ehrlich Straße mit dem Fahrrad, dem Auto oder gar zu Fuß, um Euch ein tolles Ständchen zu bringen.
Ihr habt bestimmt gespannt mit Eurer lieben Familie gewartet. Alles ist bereitet: Eure Ehrenloge auf der weißen Bank, gerade groß genug für Euch beide Jubilare, das E-Piano, die diversen Getränke, das Knabbergebäck. Finden alle das etwas versteckte Haus in der Siedlung hinter dem Käthe Kollwitz Haus?
Ganz ruhig, es wird alles gut. Punkt 16.00 Uhr sind alle da, Monika kann beruhigend alle freundlich anlächeln und begrüßen und den 1. Kanon anstimmen: „Ein kleiner Blumenstrauß von Tönen“. Zwei weitere Lieder aus den Notenblättern des Herz-Jesu-Kirchenchores schließen sich an: „Gut, dass wir einander haben“ und „Musik erfüllt das Leben“.
Schon prima geklappt! Grußworte dürfen sich anschließen von dem Hausherrn Karl und den Vorsitzenden der beiden Chöre, Herz-Jesu-Kirchenchor und KAB Männerchor|Rhede. Natürlich jetzt schmeckt auch das frische Bier und all die anderen Getränke. Karl zieht eine Eisenkette aus der Tasche, die ihm seine ehemaligen Arbeitskollegen anlässlich einer früheren Hochzeitsjubilarfeier geschenkt hatten. Sollten sich beide in schwierigen Tagen damit fest verbinden? Nein, nein! Wie gerne man die Beiden hat, kommt in einem kleinen vorgetragenem Gedichtlein zum Ausdruck: „Möget noch lange Ihr bei uns sein, das würd uns allen am meisten freuen“.
Die Stimmen sind geölt, der Kraft ist genug gesammelt. Nun kann der Männerchor mit drei Gesängen glänzen: „Moskau“, „Am Rhein beim Wein“ und „Aus der Traube in die Tonne“. Jetzt folgt noch unser gemeinsamer Lieblingsjubilar-Kanon: „Wir wünschen Euch viel Segen“.
Jetzt große Pause, lange Gespräche mit den Jubilaren und all den lieben Freunden. Danach folgen noch Wunschlieder in die Abenddämmerung hinein.
Einer nach dem anderen verabschiedet sich dankbar für die wunderschönen gemeinsamen Stunden, die wir uns gegenseitig geschenkt haben, über Inge und Karl, die uns zu dieser Feier in ihrem Garten eingeladen haben und über Monika, die mit ihrer Musikbegleitung und ihren verbindlichen Worten das Gartenfest so lebendig und fröhlich gestaltet hat.
Ja es war schön!

Herbert Veith

Zur Messe hatten beide uns wieder eingeladen, diesmal in die Liebfrauenkirche, die Herz-Jesu-Kirche existiert leider nicht mehr. Und wegen der immer noch bestimmenden Corona-Pandemie konnten wir nicht alle gemeinsam singen. So sangen zwei Ensembles für uns: Annegret Heisterkamp, Martha Holtick, Susanne Kersten, Elisabeth Nienhaus, Maria Tenbrink; Hans Boland, Ludger Grunden, Markus Holtick, Ludger Holtschlag. Sie alle unterstützten unter Monikas Führung die Gemeinde beim Singen, der „normalen“ Kirchenlieder, besonders beim „Kyrie“ und „Lobe den Herrn, meine Seele“.
Pfarrer Ulrich Kroppmann zelebrierte und spendete dem Jubelpaar erneut den Ehesegen. In der Predigt fand er immer wieder Verbindungen zu den Anlässen des Tages: Nationalfeiertag, ökumenischer Erntedanktag und Ehejubiläum. Häufig wandte er sich dabei an die erste Bank vor ihm, in der die Familie Bußkamp mit vier Generationen Platz genommen hatte.
Unser Männerensemble vertrat den ganzen Männerchor sehr stimmmächtig mit den vierstimmigen Chorsätzen „Herr der Herrlichkeit“, „Groß ist Dein Name“ und zum Auszug „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“. Die nicht beteiligten Sänger nahmen teilweise die Gelegenheit wahr, unter der Schutzmaske leise mitzusingen. Die Gemeinde klatschte Beifall, und viele stellten sich noch zur Orgel, denn nun sang das Doppelensemble „Sancta Maria“. Auch diese Zugabe und Monikas kraftvolles und harmonisches Orgelspiel wurden durch begeisterten Applaus belohnt. Es war ein sehr stimmungsvoller und schöner Gottesdienst, der auch den feiernden Eheleuten in guter Erinnerung bleiben wird.

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